Spiele & Stücke

 

 

 

 

Ein Puppen-Menschen-Zirkus von und für Kinder zur Eröffnung der
1. Tangermünde Märchentage
Eine Eigenproduktion des Shalomhauses unter Leitung von Aud Merkel
Anleitung Puppenbau: Kerstin Dathe
Ausführung Kostüme: Wernhild Nowak
Probenassistenz: Annette Schultz
 
Komische Attraktionen, orientalische Sensationen – damit wirbt der Zirkus Kaos, der gerade
in der Kaiserstadt Tangermünde gastiert. Zirkusdirektor ‚Meine Wenigkeit‘ präsentiert eine
sensationelle Robben-Domtage, den lustigsten Clown der ganzen Welt, eine gefährliche
Feuerspuckaktion, einen weißen Tiger aus Sibirien, eine liebreizende Seiltänzerin und einen
Fakir, der eine Schlange beschwören kann.
Doch als der alte Elefant Jambo auf einem Bein stehen soll, bricht er in Tränen aus und es
beginnt ein großer Krach im Zirkus Kaos.
Die Zirkusleute tricksen den Zirkusdirektor aus
und treten in einen Streik. Können sie ihre Forderungen durchsetzen?
Das kleine Stück mit Puppen und Menschen entstand als Projekt „Puppenzirkus“ mit
Kindern des Shalomhauses. Sie selbst haben sich die Figuren und das Stück ausgedacht, die
Kostüme entworfen und die Puppen gebaut.

 

 


 

 

 

 

von Rosmarie Vogtenhuber
ein Stücklein für alle Menschen und Puppen ab 3 Jahren

Das Figurentheaterstück erzählt fast ohne Worte die Geschichte des kleinen Fritz.
Fritz ist anders. Er hat seine Weise, die Welt zu betrachten, ist langsamer, furchtsamer,
stiller und vielleicht empfindsamer als seine Altersgenossen. Es fällt ihm schwer, sich
verständlich zu machen, und die Menschen seiner Umgebung bleiben ihm ein Rätsel.
Die anderen halten ihn schlicht für dumm. Nicht so die geheimnisvolle Schnecke, die
ihn zu sich in ihr Haus einlädt, einen Ort an dem sich all die treffen, die nicht so ganz
„normal“ sind, wie zum Beispiel die Plaudertasche und das kleine Glühwürmchen mit
dem Wackelkontakt. Durch sie alle lernt Fritz seine Stärken zu erkennen, gewinnt er
den Mut und die Kraft an sich zu glauben und das Selbstvertrauen, zu sich zu stehen.
Und er kann das auf eine Art und Weise tun, die die anderen erkennen lässt, wie reich
die Welt ist, wenn man sich auf sie einlässt.

Eine Geschichte die Mut macht, so zu sein, wie man ist, die auf phantasievolle Weise
davon berichtet, dass jeder einen Ort hat, der ihn stark macht, und sei es nur sein
Schneckenhaus.

Mit sehr subtilen Mitteln, fast ohne Worte, mit zauberhaften Figuren und wunderschöner
Musik erzählt Kerstin Dathe (Spiel und Figurenbau) die Geschichte des kleinen Fritz.

Eine Geschichte über das Anderssein, die Angst davor, den Mut so zu sein wie man ist,
über unterschiedlichen Welten und Brücken zwischen ihnen, darüber, voneinander zu
lernen, über Toleranz, Freude, Sprache, Phantasie und Liebe. Und darüber, dass es für
jeden einen Ort gibt, der ihm Kraft schenkt. Und sei es ein Schneckenhaus

 

 


 

 

 

In einer klassischen Handpuppenbühne wird das Grimmsche Märchen frisch und temporeich erzählt.
Die kunstvolle Bühne, Bühnenbild und Puppen fertigte Gottfried Reinhardt
Regie und Spiel: Volkmar Funke
Für Kinder und Märchenbegeisterte Menschen von 5-99 Jahren

Ein Müller behauptet von seiner schönen Tochter, sie könne Stroh zu Gold spinnen, und will sie an
den König verheiraten. Der König lässt die Tochter kommen und stellt ihr die Aufgabe, über Nacht
eine Kammer voll Stroh zu Gold zu spinnen, ansonsten müsse sie sterben. Die Müllerstochter ist
verzweifelt, bis ein kleines Männchen auftaucht und ihr gegen ihr Halsband Hilfe anbietet und für sie
das Stroh zu Gold spinnt. In der zweiten Nacht wiederholt sich das Gleiche und die Müllerstochter
gibt ihren Ring her. Darauf verspricht der König dem Mädchen die Ehe, falls sie noch einmal eine
Kammer voll Stroh zu Gold spinnen kann. Diesmal verlangt das Männchen von der Müllerstochter
ihr erstes Kind, worauf sie schließlich ebenfalls eingeht.

Nach der Hochzeit und der Geburt des ersten Kindes fordert das Männchen den versprochenen Lohn.
Die Müllerstochter bietet ihm alle Reichtümer des Reiches an, aber das Männchen verlangt ihr Kind.
Durch ihre Tränen erweicht, gibt es ihr aber drei Tage Zeit, seinen Namen zu erraten.
Dann soll sie das Kind behalten dürfen …

 

Pressestimmen: Leipziger Volkszeitung – „Stroh zu Gold“ – Puppenspiel entflammt Kinderherzen –
Großer Jubel im Saal als Volkmar Funke, Puppenspieler aus Dresden, das Märchen vom
Rumpelstilzchen auf sächsisch erzählt und sich die Strohbüschel vor den Augen der Zuschauer in
glänzende Goldbarren verwandeln. Die Zuschauer waren fasziniert vom Spiel.

 

 


 

 

 

London 1600.
Der Star des berühmten Globe Theaters an der Themse ist William Shakespeare.
In England regiert Elizabeth l, hochgebildet und theaterbegeistert, eine ungeduldige Lady
mit wenig Zeit und vielen Liebhabern. Sie feiert ihren 67. Geburtstag und hat dazu alle ihre
früheren Liebhaber eingeladen – soweit sie überlebt haben.
Einer dieser greisen adligen Herren, Sir Archibald, hat eine grandiose Idee. Er schenkt ihr
zum Geburtstag eine üppige Sahnetorte in Form des Globe Theaters und hofft damit ihr
Herz zurückzuerobern.

Die Torte öffnet sich und mit bizarren kleinen Marionetten präsentiert er im Schnelldurchlauf
Macbeth, Othellound Romeo & Julia, einen liebestrunkenen Sommernachtstraum,
das Monstrum Caliban im tosenden Sturm … Dolche blitzen, Blut fließt, Nebel steigt auf
und Hexen brauen brodelndes Unheil – es wird gemordet, geliebt, gelacht, geweint …
Sein oder Nichtsein, das ist hier die Frage!

Spiel und Darstellung: Gerhard Seiler
Regie: Regina Wagner
Puppenart: Großfigur „Königin Elizabeth I“  und Marionetten

 

 

 


 

 

 

Ein Puppentheater für junge Leute ab 7 Jahren.
Nach der Geschichte vom Fischer und seiner Frau von Volkmar Funke.
Regie: Karla Wintermann, Ausstattung: Reiner Schicktanz

Nils ist Fischer. Er lebt zusammen mit seiner Frau Ilse in der Heide- und Teichlandschaft.
Am liebsten sitzt er am Teich, schaut über die wiegenden Schilfhalme, hört den Gänsen zu
und träumt. Angeln tut er nur so viel, wie er gerade braucht. Er ist glücklich. Seine Frau Ilse
nicht. Sie will viel, viel mehr. Sie würde gerne in einer Stadt wohnen.
Eines Tages fängt Nils einen großen goldenen Fisch. So einen hatte er noch nie gesehen.
Er zieht ihn ins Boot. Plötzlich fängt der Fisch an zu sprechen: „Bitte lass mich frei, ich werde
dich auch dafür belohnen.“ Nils hat Mitleid und lässt ihn zurück ins Wasser.
Wieder zu hause erzählt er seiner Frau von seinem seltsamen Fang. Ilse will ihm zuerst nicht
glauben. Doch dann schickt sie Nils mit einem Wunsch zum Fisch: Sie möchte ein neues Haus.
Kaum ward dies ausgesprochen, steht bereits ein schönes neues Haus an Stelle des Alten.
Doch Ilse ist nicht zufrieden. Sie hat noch viel mehr Wünsche: eine Straße, einen Golfplatz
und sogar eine ganze Stadt …

Wie diese Geschichte endet ist zu erleben in der liebevoll inszenierten Familienaufführung
von Volkmar Funke aus dem sächsischen Coswig.